Bauchdeckenstraffung

Für einen schönen, straffen Bauch

Ausgangssituation

Wer massiv an Gewicht verloren oder eine Schwangerschaft hinter sich hat, leidet manchmal unter einer erschlafften Bauchhaut. Bei massiv Übergewichtigen hingegen kann das Bindegewebe sogar reißen und dann in Form einer Fettschürze herabhängen. In der Falte dieser Schürze können sich leicht schmerzhafte Entzündungen bilden. Außerdem liegt zumeist eine erschlaffte Bauchmuskulatur vor, die den Bauch kugelig erscheinen lässt. Eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) kann wieder zu einem neuen Lebensgefühl beitragen. Dabei handelt es sich um einen operativen Eingriff im Bauchbereich, bei dem überschüssige Haut entfernt wird. Es geht dabei allerdings nicht darum, überschüssiges Fettgewebe wegzuoperieren. Eventuelle Fettpolster können später mithilfe einer Fettabsaugung beseitigt werden.

Eingriff

Bei der Bauchdeckenstraffung werden überflüssige Haut und Unterhautfettgewebe weggeschnitten und die Haut straff gezogen. Der Bauchnabel wird aus der Bauchhaut ausgeschnitten und verbleibt in der Tiefe an der Bauchmuskulatur. Nach der Straffung wird er wieder in Höhe der Beckenschaufeln in die Haut eingenäht. Liegt auch eine erschlaffte Bauchmuskulatur vor, wird diese im Zuge des Eingriffs ebenfalls gestrafft.

Die Bauchdeckenstraffung erfolgt in der Regel in Vollnarkose. Die OP dauert im Allgemeinen ein bis drei Stunden. Insgesamt muss ein Krankenhausaufenthalt von etwa drei bis vier Tagen eingeplant werden. Eine sehr große Fettschürze kann hingegen nicht so schnell entfernt werden. Hier nimmt der Eingriff mehr Zeit in Anspruch, zudem muss mit bis zu zehn Tage Nachbehandlung in der Klinik gerechnet werden. Für die Bauchdeckenstraffung sollte man sich also mindestens 14 Tage Zeit nehmen, damit OP- und Nachbehandlung stressfrei ablaufen können.

Ablauf

Bei der Bauchdeckenstraffung entfernt der Chirurg einen quer verlaufenden, sichelförmigen Hautbezirk. Der Schnitt wird parallel zur Schamhaargrenze angelegt, damit die Narben später möglichst wenig sichtbar sind. Bei einer erschlafften Bauchmuskulatur werden die beiden geraden Bauchmuskeln, die in diesem Fall auseinanderweichen, wieder zusammengenäht. Zu den Seiten hin steigt der Schnitt an und reicht bis an die Hüftknochen. Der Eingriff erfordert einen mehrtägigen stationären Aufenthalt mit Bettruhe. Streck- oder Beugebewegungen sollten zunächst vermieden werden. Anschließend tragen die Patienten für vier bis sechs Wochen eine Bauchbandage zur Vermeidung von Schwellungen und zur besseren Modellierung des Gewebes. Nach drei bis sechs Wochen werden die Fäden gezogen, nach sechs bis acht Wochen dürfen Sie wieder Sport treiben und körperlich arbeiten.

Risiken

Die Bauchdeckenstraffung ist kein kleiner Eingriff, der zudem eine Narbe hinterlässt. Durch feine Nähte bleibt aber in der Regel nur eine sehr schmale, unauffällige Narbe zurück. Nach der Bauchdeckenstraffung ist die Haut unterhalb des Bauchnabels gefühllos und bleibt es auch. Ist die Haut zu straff gespannt, kann dies zu Durchblutungsstörungen führen. Ein Absterben des neupositionierten Bauchnabels tritt nur sehr selten auf. Davon abgesehen bestehen die normalen OP-Risiken wie beispielsweise Wundheilungsstörungen, Wundwasseransammlungen und Infektionen. Vor einer Bauchdeckenstraffung werden Prof. Brenner und sein Team Sie intensiv beraten und über alle Möglichkeiten sowie theoretisch bestehende Risiken einer solchen Operation aufklären.