Ohrenkorrektur

Individuelle Korrekturen bei abstehenden Ohren

Ausgangssituation

Es gibt unterschiedliche Gründe für eine Normabweichung der äußeren Ohrform. Abstehende Ohren sind die am häufigsten vorkommende Fehlbildung der Ohren. Sie führen im Kindesalter zu Hänseleien, zu Schamgefühlen oder bisweilen sogar zu psychischen Störungen. Die Ursachen für abstehende Ohren sind meist angeborene Verformungen der Ohrknorpel bzw. eine asymmetrische oder unzureichende Entwicklung einzelner Knorpelelemente. Häufig ist die Hauptfältelung der Ohrmuschel – meist im oberen Ohrmuschelteil – entweder zu schwach ausgebildet oder gar nicht vorhanden. In einigen Fällen ist auch die Ohrmuschel einfach zu groß. Das Ärzteteam der Sylter Klinik greift bei der Ohrkorrektur auf umfangreiche Erfahrungswerte zurück.

Eingriff

Die Ohrenkorrektur ist ein vergleichsweise einfacher Eingriff und wird sogar schon bei Kindern ab dem vierten Lebensjahr durchgeführt. Bei dem Eingriff wird der Ohrmuschelknorpel mit einem weitgehend verdeckten Schnitt freigelegt, behutsam ausgedünnt und anschließend in der richtigen Form fixiert. Die Nähte sind sehr fein, die Narbe ist später quasi unsichtbar. Bei einer zu großen Ohrmuschel kann diese teilweise entfernt oder neu geformt werden.

Ablauf

Die Operation kann häufig unter örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden. Bei kleinen Kindern unter zehn Jahren ist dies jedoch nicht ratsam, da der Stress zu groß wäre. Die örtliche Betäubung erfolgt durch einen kleinen, kaum schmerzhaften Einstich in die Ohrmuschelhaut. Es wird die komplette Ohrmuschel betäubt. Beim Einschleifen des Knorpels hören und spüren die Patienten ein summendes Geräusch. Sind beide Ohren zu korrigieren, wird zunächst eine Seite, dann die andere operiert. Der Eingriff dauert insgesamt etwa 50 Minuten. Im Anschluss an die Operation werden beide Ohren mit Pflasterzügen fixiert, auf die ein Mützenverband angebracht wird. Erwachsene können auch ein breites Stirnband tragen.

Die Patienten sollten diesen Mützenverband oder das Stirnband auch in den ersten drei Wochen beim Schlafen und Liegen tragen. Dies verhindert ein Abknicken der Ohrmuschel. Nach drei bis vier Tagen können die Patienten wieder zur Schule bzw. zur Arbeit gehen. Auf Sport sollte rund drei Wochen verzichtet werden.

Risiken

Unmittelbar nach der Operation bzw. am Tag der Operation ist mit leichten Schmerzen und mit einer bläulichen Verfärbung zu rechnen. Diese bildet sich innerhalb von einigen Tagen zurück. Blutergüsse können bei Bedarf punktiert werden. Sehr selten entsteht bei entsprechender Veranlagung in der Narbe eine Narbenwucherung, ein so genanntes Keloid. Dieses stellt sich durch eine dicke, wulstige, verfärbte, schmerzhafte und juckende Narbe dar. In diesem Fall schaffen Cortison-Injektionen, Druckverbände oder eine spätere operative Entfernung Abhilfe.