Faltenbehandlung mit Eigenfett

Eigenfettunterspritzung – die natürliche Alternative

Ausgangssituation

Die Faltenbehandlung mit Eigenfett ist eine natürliche Alternative zu Hyaluronsäure und anderen Fillerprodukten. Durch eine Eigenfettbehandlung können tiefe Gesichtsfalten in verschiedenen Bereichen behandelt werden, zum Beispiel Stirnfalten, so genannte Zornes-, Nasolabial-, Lachfalten an den Wangen, aber auch Aknenarben. Eigenfett eignet sich darüber hinaus auch zur Auffüllung bei Volumenverlust des Gewebes.

Informationen zum Eingriff

Bei einer Faltenkorrektur mit Eigenfett erfolgt eine Transplantation von Fettzellen, die zuvor aus einem anderen Bereich des Körpers entnommen und speziell aufbereitet wurden. Am besten lassen sich die Fettzellen mit der Wasserstrahltechnik (WAL) gewinnen, da sie bei diesem Verfahren wenig oder gar nicht geschädigt werden.

Der Vorteil der Eigenfettbehandlung: Beim Unterspritzen mit körpereigenem Material können keine allergischen Reaktionen auftreten.
 Davon abgesehen wächst ein Teil der transplantierten Fettzellen (ca. 60 bis 80 Prozent) an dem Ort der Injektion an.

Im Idealfall sollte die Behandlung zwei- bis dreimal im Abstand von sechs Monaten wiederholt werden. So lässt sich ein besonders nachhaltiges kosmetisches Ergebnis erzielen. Dabei werden auch tiefe Falten ausgeglichen. Davon abgesehen profitieren die Patienten häufig auch von einer kleinen Fettabsaugung.

Ablauf

Aus einem unauffälligen Körperbereich, beispielsweise der Innenseite des Knies, dem Bauch oder der Hüfte, werden Fettzellen unter örtlicher Betäubung mithilfe einer schonenden Absaugtechnik (vorzugsweise WAL) entnommen. Das gewonnene Material ist nach Entnahme mit der WAL bereits fertig vorbereitet und kann unter die Haut oder in eine bestimmte Gewebeschicht injiziert werden. Die Technik der Unterspritzung richtet sich nach der Ursache der Faltenbildung. Durch die so genannte Tunneltechnik kann zum Beispiel eine Einzelfalte unterspritzt werden. Befindet sich die erforderliche Menge Eigenfett im Gewebe, kann es durch sanftes Drücken und Ziehen so verschoben werden, dass es sich in die gewünschte Lage bewegt.

Risiken

Die Faltenbehandlung mit Eigenfett hat an sich keine Nebenwirkungen. Das liegt daran, dass nur körpereigene Substanzen verwendet werden und daher keine allergischen Reaktionen zu erwarten sind. Jedoch sind Infektionen, Verletzungen von Nerven und die Bildung von Ölzysten möglich.

Wurden ausgedehnte Areale im Gesicht behandelt, kann das Gesicht vorübergehend etwas geschwollen wirken. Dies gibt sich jedoch nach ca. einer Woche.